Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte

Stolpersteine in der Kommunikation von Grossprojekten

Kongresshaus Zürich, Modell

Kongresshaus Zürich, Modell

Neben der Finanzierung der Bauvorhaben, gewinnt die Begleitung der öffentlichen Meinungsbildung lange bevor die ersten Baumaschinen auffahren immer stärker an Gewicht. Kaum ein Tag vergeht, an dem die Medien nicht über Proteste und Einsprachen von Anwohnern oder anderen Interessenvertretern berichten. Nicht erst seit spektakulär gescheiterten Publikumseinrichtungen im Raum Zürich sind viele Investoren und deren Projektverantwortliche aus ihrem kommunikativen Tiefschlaf erwacht. Dem Dialog mit Interessengruppen, Verbänden und Politik wird von Beginn an vermehrte Aufmerksamkeit geschenkt, die entsprechenden Vorbereitungen in den Projektablauf integriert. Und trotzdem: So manches Projekt scheitert an den immer wieder gleichen Stolpersteinen.

Stolperstein eins: Erstkommunikation

Einer der häufigsten Stolpersteine in der kommunikativen Begleitung von Grossprojekten findet sich schon vor deren ersten öffentlichen Bekanntmachung. Oft wird in der Erstkommunikation den direkt betroffenen Parteien nicht die angemessene Aufmerksamkeit gewährt oder einzelne Gruppen gehen ganz vergessen.

Stolperstein zwei: Einwegkommunikation

Die Kommunikation eines Bauprojektes muss sowohl die Ziele, die eine Bauherrschaft mit dem Projekt verfolgt vermitteln als auch auf alle Befürchtungen Antworten geben. Den einzelnen Anspruchsgruppen müssen – im Sinne einer Dialogorientierung – von Anfang an offen die Vor- und Nachteile kommuniziert werden. Reiner «Propagandismus» wird schnell als solcher entlarvt und bewirkt Opposition.

Stolperstein drei: Inhalte

Wesentlich bei der Auswahl und Formulierung von Botschaften ist die Tatsache, dass sachliche Argumente alleine keine Herzen gewinnen können. Gleiches gilt für Kostenargumente. Diese können zwar ein Projekt verhindern, ihm aber in den wenigsten Fällen zum Durchbruch verhelfen. Kernbotschaften müssen sich auf die wesentlichen Inhalte konzentrieren. Oft gerät die Kommunikation aus dem Ruder, weil sie sich in irrelevante Details zu verstricken beginnt. Diese können Oberhand gewinnen und die öffentliche Diskussion gar dominieren.

Stolperstein vier: Kommunikationsmittel

Nebst Medienkonferenzen, Fachartikeln, Behördendokumentationen, Broschüren oder Flugblätter bieten sich den Kommunikationsverantwortlichen zahlreiche sinnvolle innovative Möglichkeiten, zielgruppengerecht über das Vorhaben zu informieren und mit den einzelnen Anspruchsgruppen in den Dialog zu treten. Längst kommen Grossbauprojekte nicht mehr drum herum, eine stets aktuelle Internetsite zu betreiben und umfassend über das Projekt zu informieren.

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2 Kommentare

  1. Hier in Stuttgart werden gezielte Falschinformationen von Anbeginn verbreitet.

    Mit dem ganzen Schwachfug zu Stuttgart 21 wird geziehlt eine Machtausübung gegen die Mehrheit der Bürger ausgeübt, auch weil den rund 67.000 Unterschreibern einer Petition zur Durchführung eines Bürgerentscheides zu Stuttgart 21 bereits vorsorglich vertraglich das Wasser abgegraben wurde. So übergab im Jahr 2007 der amtierende Oberbürgermeister Schuster (CDU) wenige Tage nach seiner Zusage zu einer solchen Petition sämtliche Mitspracherechte der Stadt – man glaubt es nicht; an das Land Baden-Württemberg ab und sorgte zudem dafür, dass laut Gemeindeverordnung der Stadt Stuttgart alle Belange, die den Haushalt der Landeshauptstadt betreffen, von einem solchen Bürgerentscheid nicht tangiert werden. So etwas ist undemokratisch, könnte man schlicht BETRUG gegenüber der BÜRGER nennen!

    Desweiteren; Es ist absehbar und dem Bund auch bewusst, dass das Geld für eine Fertigstellung der Neubaustrecke bis 2019 nicht vorhanden ist!!!! Und weil das Geld eh nicht ausreicht, schmeißt das Rathaus noch mehr Steuergelder zum Fenster hinaus und beauftragt weitere Werbefuzzis um dem unmündig gemachten Bürgern den Willen einer schwäbischen Politmafia aufzudrängen – so etwas ist ein unglaublicher Skandal!

    Sollte Stuttgart 21 trotz dem nicht vorhandenen Geld jetzt gebaut werden, dann enden die Züge auf den Fildern, oder man kann im Kreis von Stuttgart nach Stuttgart fahren. Welch ein Schwabenstreich – und zutrefflich auf den Politkaspar Oettinger, der zur Kostenfrage folgenden Kommentar abgab: “Mein Rat: Lächeln und fröhlich sein.”

    Dazu benötigen wir Bürger kein Projectconsult oder sonstiges Gefassel, Fakt ist, dieses Projekt ist ein Milliardengrab und dient lediglich den Profitgierigen Geldhaien, die nicht nur im Rathaus sondern auch im Aufsichtsrat diverser Bohr-, Bank-, Baufirmen sitzen.

    Mehr unter:
    leben-in-stuttgart.de
    kopfbahnhof-21.de

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  1. Oltimerpark Emmen: Stolperstein Erstkommunikation « Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte

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