Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte

Ein Kongresshaus im See – oder an Frau Martellis Pinwand?

Seebecken Zürich mit Hafen Enge (Kreis)

Seebecken Zürich mit Hafen Enge (Kreis)

Ein neues Kongresszentrum im Hafen Enge, auf Stelzen gebaut – dies ist die Vision des Zürcher Architekten Ernst Gisel. Seine Idee habe er Kathrin Martelli, Vorsteherin des Zürcher Hochbaudepartements, mitgeteilt, bei welcher der Ball laut «NZZ am Sonntag» nun liegt. Frau Martelli habe die Idee “zur Kenntnis genommen und sozusagen an ihre Ideen-Pinwand für ein neues Kongreesshaus geheftet”, lässt das Departement verlauten.

Nicht nur die Kongresshausstiftung (NZZ, 3. Juni 2008) zeigte sich konsterniert über Kathrin Martellis schnelle Abkehr vom bisherigen Standort, nachdem dieser immer als der einzig richtige dargestellt wurde. Vielleicht ist es bezeichnend, dass ein 86-jähriger Architekt die Diskussion (hoffentlich) wieder in Gang bringt. Der Standort “Seebecken” ist noch lange nicht ausdiskutiert – die Diskussion hat noch gar nicht erst begonnen. Es wäre Gisels Idee also zu gönnen, wenn sie den Weg von der Pinwand der Hochbauvorsteherin in die öffentliche und von der Stadt lancierte Diskussion finden würde.

Was alles schief gehen kann

Der Tagesanzeiger hat noch vor der Abstimmung gut zusammengefasst, weshalb das Projekt, nicht nur architektonisch, einen schweren Stand hatte.

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