Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte

Oldtimerpark Emmen: Stolperstein Erstkommunikation

Armeemotorfahrzeugpark Rothenburg in Emmen (Bild mapsearch.ch)

Armeemotorfahrzeugpark Rothenburg in Emmen (Bild mapsearch.ch)

Oldtimer aus dem ganzen Land sollen schon bald an einem einzigen Ort präsentiert werden auf dem Gelände des Armeemotorfahrzeugparks (AMP) Rothenburg in Emmen. Dieser wird nur noch bis 2010 von der Armee genutzt. Die Idee stammt vom Verkehrshaus der Schweiz. Kleiner Schönheitsfehler: Sowohl der Bund, als heutiger Besitzer des Areals, noch die Standortgemeinde Emmen wissen vom Projekt, wie die Neue Luzerner Zeitung heute berichtet.

Es ist einer der häufigsten Stolpersteine in der kommunikativen Begleitung von Grossprojekten: Oft wird in der Erstkommunikation den direkt betroffenen Parteien nicht die angemessene Aufmerksamkeit gewährt oder einzelne Gruppen gehen ganz vergessen. Das Projekt “Oldtimerpark Emmen” ist ein typisches Beispiel. Da wird mit viel Enthusiasmus eine Idee der breiten Öffentlichkeit präsentiert – und zum Erstaunen der Initanten stösst diese nicht bei allen Beteiligten auf uneingeschränkte Begeisterung. Ein denkbar unglücklicher Start für ein Projekt.

Man kann sich fragen, weshalb so entscheidende Beteiligte wie die Landbesitzer und die Standortgemeinde vor dem Gang an die Öffentlichkeit nicht informiert wurden. Vorteile lassen sich dadurch kaum gewinnen. Im Gegenteil: Die Beteiligten fühlen sich überrumpelt oder gar hintergangen. Die Projektinitianten müssen die so entstandenen Missstimmigkeiten erst wieder bereinigen. So verpassen die Initanten wichtigen potentielle Verbündete  von Anfang an „mit ins Boot“ zu holen.

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