Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte

Kongresshaus Zürich – Luft für neue Grosstaten?

Kongresshaus Zürich, Konzertfoyer

Kongresshaus Zürich, Konzertfoyer

Wie weiter mit dem denkmalgeschützten Kongresshaus? Das Komitee, das das neue Kongresshaus erfolgreich bekämpft hat, schlägt ein Kulturzentrum vor. Der grosse Saal soll technisch aufgerüstet und der Gastronomie mehr Platz eingeräumt werden. Dazu soll der 1985 errichtete Panoramasaal entfernt und wie vor 50 Jahren eine grosse Dachterrasse am See entstehen. Ruhe herrscht dagegen im Hochbaudepartement. Man hätte einen “Marschhalt” eingelegt um “Luft für neue Grosstaten zu sammeln” lässt sich Urs Spinner, Sprecher der Hochbauvorsteherin Katrin Martelli im heutigen Tagesanzeiger zitieren.

Hochbauvorsteherin Kathrin Martelli versicherte im März dieses Jahres, sie habe noch nie so viel Aufwand in eine Standortabklärung gesteckt. Der Entscheid für den Standort am See sei absolut richtig, betonte sie. Ein funktionierendes Kongresshaus sei ein wichtiger Baustein für eine florierende Finanz-, Wirtschafts- und Bildungsstadt. «Wenn wir Zürichs Wohlstand erhalten wollen, müssen wir dafür etwas tun», sagte sie noch vor vier Monaten warnend.

Nicht mehr so dringlich?

Inzwischen scheint die Angelegenheit nicht mehr so dringlich. Jedenfalls will der Stadtrat sich erst in den nächsten Monaten wieder mit dem Projekt befassen. Man werde dann mögliche Vorgehensweisen skizzieren, wie eine erweiterte Standortevaluation durchgeführt werden könne, heisst es aus dem Hochbaudepartement. Das lässt nicht gerade auf hohe Dringlichkeit schliessen. Und andererseits stellt sich die Frage, was denn bei der Standortevaluation neues herausschauen soll, wenn erst vor kurzem mit grossem Aufwand eine solche durchgeführt wurde. Konsequenterweise müsste daraus folgen, dass man sich nun auf den zweitbesten Standort konzentriert. Anderenfalls kommen Zweifel auf, ob der Vollständigkeit der durchgeführten Standortanalyse. Einige Fragen wären da zu klären – aber der Stadtrat hat sich nun erst mal einen Marschhalt auferlegt – und versteht darunter anscheinend auch eine Kommunikationspause. Bis man vielleicht die nächste “Grosstat” wie Phönix aus der Asche verkünden kann.

Kongresshausstiftung will am Standort am See festhalten

Bereits am Abstimmungssonntag verabschiedete sich die Zürcher Hochbauvorsteherin Kathrin Martelli vom bisher als ideal gepriesenen Standort am See. Die Kongresshausstiftung, Besitzerin von Kongresshaus und Tonhalle, zeigt sich konsterniert über die Reaktion des Stadtrats auf das Abstimmungsresultat und kündigt an, sie wolle für ein neues Kongresszentrum am Standort am See festhalten.  siehe NZZ v. 3. Juni 2008

Was alles schief gehen kann

Der Tagesanzeiger hat noch vor der Abstimmung gut zusammengefasst, weshalb das Projekt, nicht nur architektonisch, einen schweren Stand hatte.

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1 Kommentar

  1. Sehr geehrte Damen und Herren

    Angefügtes Konzept habe ich bereits im Januar 2003 dem Stadtrat, insbesondere Ledergerber/Martelli, vorgestellt.
    Damals hat mich Ledergerber gebeten das Konzept nicht zu veröffentlichen. In der Folge wurde der Moneo-Wettbewerb lanciert. Dieses herausragende Konzept steht in keinem Zusammenhang mit dem KIBAG-Areal und mit dem jüngsten Vorpreschen von Architekt Gisel
    Freundliche Grüsse

    Rolf A. Lüscher
    Zürich, 30. August 2008

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