Heimatschutz Zürich - Fundis gegen Realos?
Weichenstellen beim Zürcher Heimatschutz. Nach zehn Rücktritten aus dem Vorstand führt nun Paul Stopper interimsmässig die Organisation und verspricht heute im «Tages-Anzeiger», der Heimatschutz werde nicht konservativer, aber er werde seine Ziele wieder gemäss Statuten verfolgen.
Auslöser der personellen Rochade war die Erweiterung des Landesmuseums. Der Vorstand hatte mit 9:3 Stimmen einen Rekurs beschlossen, doch der zurückgetretene Präsident Marcel Knörr hatte ihn nicht eingereicht. Innerhalb der Organisation gab es divergierende Meinungen zum Landesmuseum-Erweiterungsprojekt der Architekten Christ und Gantenbein und über die Rekurs-Politik.
Tendenziell dürfte diese Entwicklung dazu führen, dass im Kanton Zürich weniger Bauten aus den Schutzinventaren entlassen werden. Der Heimatschutz wird sich unter neuer Führung verstärkt für eine konservative Interpretation der Denkmalschutz-Vorgaben und der entsprechenden Gesetze des Kantons einsetzen.
Der zurückgetretene Heimatschutzpräsident Marcel Knörr über die Spaltung des Vereins: «Jeder Rekurs kostet uns Geld und schadet dem Image» (NZZ vom 9.10.2008)





