Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte

Hochhaus in Luzern – “Bild” dir deine Meinung…

Die Visualisierung des Hochhauses auf dem Salesia-Park-Areal. (Visualisierung pd)

Die Visualisierung des Hochhauses auf dem Salesia-Park-Areal. (Visualisierung pd)

Luzern hat noch ein Hochhausprojekt. Die beiden geplanten Wohnhochhäuser bei der Sportrareana Allmend sind inzwischen hinlänglich bekannt. Als «Denkanstoss» hat der Gewerbeverband der Vorortgemeinde Kriens nun die Idee eines 30-stöckigen Hochhauses mit Wohnungen und Gewerberäumen vorgestellt. Bloss bei den präsentierten Bildern mag keine Freude aufkommen.

Während die Stadt Luzern und die Stadion-Initianten das Finanzproblem mit Hochhäusern lösen wollen – soll ein Hochhaus in der Nachbargemeinde Kriens das lokale Drogenproblem bereinigen (vgl. Neue Luzerner Zeitung). Auch so lässt sich die Hochhausfrage zusätzlich emotionalisieren. Aber so habe ich das nicht gemeint…

(lesen Sie auch: Sportarena Luzern – über den Umgang mit der Hochhausfrage)

Die Kunst einer gelungen Fotomontage

Nebenbei käme dem Gebäude, laut Initianten, eine städtebauliche Rolle zu. Dank «gewagter Architektur» würde es den Krienser Ortseingang modern und selbst von der Autobahn aus wahrnehmbar markieren. Illustriert wird diese Absicht durch eine Reihe von Fotomontagen (Bild 1; Bild 2; Bild 3). Mein spontaner Gedanke: sind dem Grafiker die Massstäbe durcheinander geraten? Was wollen uns die Initianten mit diesem “Denkanstoss” vermitteln. Ein scheinbar Fenster- und massstabsloses zudem noch goldfarbenes Ding wächst da irgendwie aus den Büschen neben der Autobahn. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit solchen Darstellungen Sympathien für ein Hochhaus gewinnen kann – auch wenn es nur mal eine erste Idee ist. Sie etwa?

lesen Sie auch: Hochhäuser Eichhof – gut visualisiert

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2 Kommentare

  1. In Luzern scheint, mit ein paar Jahren Verspätung, die Hochhauseuphorie ausgebrochen zu sein. Nach dem Motto: Wenn alle “Gross”-Städte schon neue Hochhäuser bauen, muss Luzern doch auch “söttige” haben!
    Wie das möglich gemacht wird, zeigt die Wurstelei mit der Umzonung auf der Allmend. Die wilde Projektiererei an Standorten, die suboptimal sind, aber eben grad zur Hand sind, verleitet den denkenden Menschen zur Frage: Hat Luzern überhaupt eine vernünftige Planung für Hochhäuser?

  2. o mein gott..

    wieder ein paar grössenwahnsinnige, verblendete

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