Sportarena Allmend – Karikaturen als politisches Mittel
Bauprojekte sind oft sehr komplexe Prozesse. Kommt die Politik dazu, wird es nicht einfacher. Für den Bürger ist es sehr schwer die Zusammenhänge zwischen Politikern, Lobbyisten, Verbindlichkeiten, Seilschaften, Gesetzen usw. zu erfassen. Um so empfänglicher ist er für die Karikatur, die solche Verquickungen auf- und herunterbricht auf ein vermeintlich verständliches Mass. Die Karikatur enfaltet ihre Wirkung vor allem durch die Vereinfachung.
In der Karikatur – und als solche ist die Darstellung der Gegner der Sportarena zu verstehen – manifestiert sich die besondere Fähigkeit der Bilder Meinungen zu bilden und zu steuern. Die Karikatur suggeriert oft eine Schlichtheit von Zusammenhängen, die der Wirklichkeit nicht gerecht wird und von der sich dennoch viele Menschen angesprochen fühlen. Auf der anderen Seite ist sie in der Lage gerade dieser Komplexität der Verflechtungen Herr zu werden. Die Karikatur arbeitet mit Masstäben wie Sympathie und Physiognomie und die Grenzen der Verhältnismässigkeit sind schnell überschritten.
Karikatur – extrem destruktiv
Die Karikatur als Instrument ziehlt in der Regel auf die Blosstellung, die Infragestellung von Entscheidungen, Personen und Prozessen. Sie ist im Kern destruktiv und hat niemals zum Ziel, Lösungen für die dargestellten Probleme zu liefern. In dieser Form entfaltet sie ihr ganzes Potential und ist sehr wirkungsvoll. Betrachtet man die Geschichte der Karikatur, so lässt sich diese These leicht untermauern.
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