Öffentlichkeitsarbeit für Bauprojekte

Ebisquare – Investoren ziehen sich zurück, Schindler bleibt optimistisch.

Ebisquare - was bleibt vom ursprünglichen Konzept?

Ebisquare - was bleibt vom ursprünglichen Konzept?

Die Investorin für das 500 Millionen Franken teure Einkaufs- und Erlebniszentrum EbiSquare in Ebikon LU, La Société Générale Immobilière (LSGI), hat sich zurückgezogen. Die Finanzkrise dürfte diesen Rückzug ausgelöst haben.
“Unerwartet” habe die LSGI mitgeteilt, dass sie den im Juli 2008 unterschriebenen Kaufvertrag zum Erwerb der EbiSquare AG nicht vollziehen werde, sagte Schindler-Sprecher Riccardo Biffi auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Bei Schindler geht man davon aus, dass unter anderem die Finanzkrise Grund für den kurzfristigen Absprung sei. Schindler kann nun auf die für diesen Fall vertraglich vereinbarte Entschädigung zurückgreifen. Wieviel dies ist, wollte Biffi nicht sagen. Der Betrag decke einen “beträchtlichen Teil” der für Schindler angefallenen Entwicklungskosten.

“Keine gute Kommunikation”
Der Wirtschaftsberater Gotthard F. Wangler kritisiert in der neuen Luzerner Zeitung Schindler. Überrascht sei er vor allem vor dem Hintergrund der Schindler-Pressemitteilung vom 18. Juli 2008. «Dort hiess es, der Vertrag sei mit den Investoren erfolgreich abgeschlossen worden. Das bedeutet in aller Regel, dass die Transaktion gelaufen ist.» Das sei «schlicht und einfach keine offene und gute Kommunikation».


Eröffnung war für 2011 geplant

Vorgesehen war, dieses Frühjahr mit dem Bau zu beginnen, um EbiSquare im 2011 eröffnen zu können. Schindler rechnet nun mit “gewissen Verzögerungen”, führt aber bereits Gespräche mit neuen interessierten Investoren. Ein Scheitern des Projekts wegen fehlenden Investoren befürchtet Schindler nicht.
Das Projekt EbiSquare sieht 70 000 m2 publikumszugängliche Flächen und Investitionen von rund 500 Millionen Franken vor. Schindler lancierte die Idee für das Erlebniszentrum EbiSquare im 2001. Der Liftbauer will dadurch nicht mehr benötigte Landreserven umzonen.
Das Vorhaben war wegen des befürchteten Mehrverkehrs umstritten.  Im 2005 hiess es die Stimmberechtigten von Ebikon mit einem Ja-Anteil von 55 Prozent gut. Im gleichen Jahr sagten die kantonalen Stimmberechtigten ja zum Bau eines Autobahnzubringers,  der eine Voraussetzung für EbiSquare ist.

(Ergänzt am 18.1.2010)

Badbetreiber springt ab

Heute wurde bekannt, dass nun ausgerechnet jener Mieter abspringt, der den Erlebnis-Spass hätte garantieren sollen. Beim Kurzentrum Rheinfelden ist man mit der Geduld am Ende. Verwaltungsratspräsident Thomas Kirchhofer sagt auf Anfrage der Neuen Luzerner Zeitung, dass man den Mietvertrag im geplanten Einkaufs- und Erlebniszentrum Ebisquare auf 2010 hin nicht verlängert hat.

Medienmitteilung Ebisquare

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