Salle Modulable – Kommt Luzern Zürich erneut zuvor?
In Zürich ist es ruhig geworden in der Diskussion um den Standort für ein neues Kongresshaus. Anders in Luzern. Was beim KKL nicht möglich war, wird bei der neuen Salle Mudulable nun zumindest geprüft. Der neue Kulturbau für Musiktheater mit rund 1000 Sitzplätzen soll am oder sogar teilweise im See gebaut werden.
Vollkommen flexibel in seiner räumlichen Disposition, auch unterteilbar in zwei Räume, soll die Salle Mudualble vorab dem Musiktheater und der Kammermusik dienen. Die Baukosten von 100 Millionen Franken werden von privater Seite aufgebracht. Nur eines fehlt noch: ein Grundstück.
Der Lido-Parkplatz bleibt favorisierter Standort für den neuen Kulturbau. Dennoch werden nun auch drei Standorte näher beim Bahnhof und beim KKL noch einmal «sehr genau analysiert»: das Inseli, der Motorboothafen und das Tribschenhorn. Dies gab Michael Häfliger, Intendant des Lucerne Festival und Delegierter der Stiftung Salle Modulable, am Donnerstag an einer Medienkonferenz bekannt. Diese drei Standorte waren bisher von der Stiftung Salle Modulable als «zwar äusserst attraktiv, aber vor allem aus Gründen des Landschaftsschutzes unmöglich» deklariert worden.
Musik-Stadt am See weiter bauen
Das Seeufer ist den Luzernern mindestens so heilig, wie den Zürchern. Trotzdem scheinen die Initiatoren hartnäckiger an der attraktiven Lage am See festzuhalten.«Die Standortfrage ist zentral, und es ist wichtig, alle Möglichkeiten nochmals zu prüfen», sagte Jost Huwyler bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als neuer Projektleiter der Salle Modulable. Mit einer Musikstadt am See, mit KKL und der Salle Modulable als Herzstück des neuen Musikcampus, wären die Luzerner Zürich wohl wieder um eine touristische Attraktion und einen mutigen städtebaulichen Schritt voraus.



