Hardturmstadion – Morgen wird das Schweigen gebrochen
Auf der einen Seite die Bauherren des neuen Hardturmstadions: die Credit Suisse und die Stadt Zürich. Und auf der anderen Seite das Atelier WW mit Meier Steinauer Immobilien und ihre Idee einer DuplexArena. Realistisch gesehen hat der Gegenentwurf keine Chance – die Initianten werden den Aufwand denn auch unter Marketing-Kosten budgetiert haben. Aber kommunikativ gehen sie als klare Sieger aus dem Duell hervor.
Der Verein Pro DuplexArena zählt inzwischen über 400 Mitglieder, die sogar einen Mitgliederbeitrag bezahlt haben. In die Facebook-Gruppe haben sich doppelt so viele Sympathisanten eingetragen. Die Website ist zwar einfach gehalten, informiert aber über die wichtigsten Botschaften, ist aktuell und spricht die Leser emotional an. Es erstaunt auch nicht, dass sich das Projekt immer wieder positiv in den Medien präsentieren kann.
Vom eigentlichen Stadionprojekt von CS und der Stadt Zürich ist dagegen oft nur im Zusammenhang mit Rekursen, Gerichtsentscheiden und angeblichen Indiskretionen die Rede. Positive Botschaften oder gar Emotionen sind selten. Die Website ist zwar professionell gestaltet, aber auch hier sucht man die entscheidenden Botschaften lange und zum Teil auch vergeblich. Von Vorfreude ganz zu schweigen.
Gemäss Tagesanzeiger soll sich die CS eigenen Aussagen zufolge, während der letzten 2 Jahre nie mehr offiziell zum Projekt geäussert haben. Morgen nun will die Trägerschaft ihr Schweigen offiziell brechen und informieren, wie es mit den Plänen für ein Stadion Hardturm weiter geht. Es würde mich nicht verwundern, wenn die CS morgen ihren Ausstieg aus dem Projekt bekannt gibt.




