Atelier WW - wie man Ideen lanciert
Nach der Duplex Arena auf dem Zürcher Hardturmareal, lanciert das Atelier WW eine weitere Alternative für ein anderes festgefahrenes Projekt in der Stadt Zürich. Walter Wäschle schlägt den Carparkplatz hinter dem Hauptbahnhof als neuer Standort für das Kongresshaus vor.
Bei der Standortevaluation 2002 kam der Carparkplatz noch in die engere Auswahl. Später wurde er aber erstaunlicherweise mit keinem Wort mehr erwähnt – dies obwohl er - so die Meinung des Tagesanzeigers - alle Kriterien fast perfekt erfüllt: die Grösse und Verfügbarkeit des Grundstücks, die Nähe zu Hotels, Sehenswürdigkeiten und Hochschulen sowie die Qualität des Umfelds. Das Kongresszentrum leiste hier auch einen Beitrag zur Stadtentwicklung. «Man würde im wahrsten Sinne des Wortes Stadtreparatur betreiben», meint Walter Wäschle. Das Kongresszentrum schlösse eine seit Jahren brachliegende städtebauliche Lücke und belebte den vorderen Kreis 5. Dieser dämmert seit den Neunzigerjahren, als sich die Drogenszene ausbreitete, vor sich hin.
Wie weiter? - keine Eile bei der Stadt
Bei der Stadt wollte man sich inhaltlich nicht zum Projekt äussern. Das sei anhand einer Projektskizze nicht möglich, sagte Urs Spinner, Sprecher des Hochbaudepartements gegenüber der Zeitung. Grundsätzlich sei es aber positiv, dass Architekten ihre Ideen einbrächten. Das Amt für Städtebau prüft neben den Standorten Kasernenareal, Bahnhof Hardbrücke, Hafen Enge und Hochschulquartier auch neu eingehende Vorschläge. Da es der Stadt wichtig ist, alle interessierten und betroffenen Kreise in die Planung einzubeziehen, wird die Realisierung mit Projektwettbewerb, Gestaltungsplan und Bau viel Zeit beanspruchen: So könnte das neue Kongresszentrum frühestens 2017 stehen.
(Quelle: Tagesanzeiger)





